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Modulare Weiterbildung für gerontopsychiatrische Pflege und Betreuung  Basisstufe (Basiswissen)

Qualifizierung zur:
   

dipl. Fachfrau/-mann für gerontopsychiatrische Pflege und Betreuung TERTIANUM ZfP

Diese Basisstufe (Basiswissen) orientiert sich an der mittelfristig angestrebten eidgenössischen Berufsprüfung.

Die Module aus dieser Weiterbildung können Pflegefachfrauen/-männern DN1 zur Erlangung des Berufstitels dipl. Pflegefachfrau/-mann HF angerechnet werden.
 
 

  


 

Zielgruppe

Diese Weiterbildung richtet sich an Fachpersonen, die einen Abschluss auf der Sekundarstufe II oder einen Diplomabschluss auf der Tertiärebene haben: Betagtenbetreuer/innen, Fachpersonen Betreuung, Hauspfleger/innen, Fachangestellte Gesundheit, Krankenpfleger/innen FA SRK, dipl. Pflegefachpersonen usw.


Ziele

Wir wollen mit dieser Weiterbildung

  • TeilnehmerInnen befähigen, für ihre Einrichtung zentrale/r AnsprechspartnerIn für gerontopsychi-atrische Pflege und Betreuung zu sein.
    Das bedeutet: Diagnostisch-analytische und kommunikativ-therapeutische Kompetenzen bilden die Grundlage, sich in die Lebenswelt von gerontopsychiatrisch veränderten Menschen einzufühlen und sich ein umfassendes und differenziertes Bild von der Situation dieser Menschen zu machen. Auf dieser Grundlage planen die TeilnehmerInnen die Pflege und Betreuung bedürfnis-, ressourcen- und personenorientiert, führen die Pflege durch oder leiten zur Durchführung an und kooperieren eng mit den behandelnden ÄrztInnen und TherapeutInnen. Im Falle herausfordernden Verhaltens sowie bei belastenden Grenzsituationen entwickeln die TeilnehmerInnen zusammen mit dem Team phantasievolle und gewaltfreie Alternativen.

  • TeilnehmerInnen befähigen, Konzeptentwicklungen und Projektprozesse in der Gerontopsychiatrie anzustossen. Das bedeutet:
    Strukturen und Haltungen lassen sich nur über längerfristige Projektprozesse und Qualifizierungsmassnahmen verändern. Die TeilnehmerInnen bringen sich mit ihren speziellen Kompetenzen in laufende Prozesse ein bzw. stossen sie an und begleiten sie, entwickeln mit Leitungen und Teams Zielvorstellungen.

  • TeilnehmerInnen Instrumente an die Hand geben, um die Qualität der Pflege und Betreuung geron-topsychiatrisch veränderter Menschen gezielt und zuverlässig zu beurteilen und fortzuentwickeln. Das bedeutet:
    Die Teilnehmenden sind in der Lage, eine fachlich fundierte, pflegekundliche Fallbesprechung zu leiten und die daraus resultierenden Veränderungs- und Anpassungsprozesse zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Anhand von Befragungen oder anderen Methoden zur systematischen Qualitätsbefundung (z.B. DCM) wirken sie an der internen Qualitätssicherung mit.

  • Teilnehmende befähigen, das System Familie als Teil des Sorgeauftrages zu begreifen, die Systemumwelt der Einrichtung/Organisation zu berücksichtigen und das Engagement Freiwilliger als eigenständige Säule der Betreuung zu entwickeln und zu pflegen. Das bedeutet:
    Professionelle Pflege geschieht immer in einer komplexen Systemumwelt, welche die Inhalte der Arbeit entscheidend prägt. Der professionelle Pflegeauftrag muss vernetzt werden mit all den anderen Sorgeleistungen, welche die nicht-professionellen Systeme bereitstellen. Besonderer Schwerpunkt dieser Vernetzung bildet die Entwicklung einer gemeinsamen Sorgehaltung mit den Angehörigen.


Zur Methode

Durchgängig wird in allen Abschnitten an Methoden der „verstehenden Diagnostik“ in Form von Fallbe-sprechungen gearbeitet. Weiterführende Literaturen werden empfohlen und der Lernprozess durch ge-zielte Aufträge zwischen den Lehrgangsabschnitten fortgeführt. Fragen der Implementierung von Inter-ventionen und des Wissenstransfers werden im Anschluss an inhaltliche Ausführungen durchgängig berücksichtigt.

 


 

Konzept

Es können einzelne Module besucht werden oder der gesamte Lehrgang.
Der erfolgreiche Abschluss eines Moduls wird mit einem Zertifikat bescheinigt, der erfolgreiche Abschluss des Lehrgangs mit Diplom: 

dipl. Fachfrau/-mann für gerontopsychiatrische Pflege TERTIANUM ZfP

Das modulare Weiterbildungssystem sieht vor, dass fremde Lernleistungen anerkannt werden. Konkret heisst dies, dass Kompetenzen, die Sie sich im beruflichen und auch nicht-beruflichen Alltag angeeignet haben, angerechnet werden. Absolventen der gerontologischen Weiterbildung am TERTIANUM ZfP werden gewisse Module angerechnet.

Alle Module entsprechen den Richtlinien des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie BBT für die Weiterbildung im Baukastensystem.

 


Seminarleiter


Christian Müller-Hergl, Dipl. Theologe, Altenpfleger, Supervisor, DCM-Trainer und Leiter Dialogzentrum Demenz an der Universität Witten-Herdecke. Er ist u.a. in folgenden Gremien tätig:

 

  • International DCM Implementation Group, Universität Bradford seit 1997
  • Mitglied Kuratorium "Demenz Support Stuttgart, Zentrum für Informationstransfer"
  • Mitglied bei "Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz", Robert-Bosch-Stiftung
  • Gruppe "Begegnung mit Menschen mit Demenz"
  • Mitglied Expertengruppe "Rahmenempfehlungen zur Pflege demenziell Erkrankter, Bundesministerium für Gesundheit
  • Mitarbeit bei AQUAS (Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen)
  • Veröffentlichungen: Deutsche Herausgabe: Tom Kitwood, Demenz: Der personzentrierte Ansatz im Umgang mit verwirrten Menschen / Anthea Innes (Hrsg): Die Dementia Care Mapping Methode (DCM) 

Trainer und Experten

  • Dr. med. Christoph Held, Leitender Arzt, Pflegezentrum Erlenhof, Zürich
  • Dr. med. Bernd Ibach, Leitender Arzt Alterspsychiatrie, Psychiatrische Dienste Thurgau, Münsterlingen TG
  • Christian Müller-Hergl, Dipl. Theologe, Altenpfleger, Supervisor, DCM-Trainer und Leiter Dialogzentrum Demenz an der Universität Witten-Herdecke
  • Beate Radzey, Demenz Support, Stuttgart 
  • und weitere Fachreferenten aus Wissenschaft und Praxis  

Struktur und Dauer des Lehrgangs

Der Lehrgang ist aufgeteilt in

 
1. Grundmodule 5 Tage
2. Kernmodule 21 Tage
3. Praxisberatung (Pflicht) 1 Tag
4. Kolloquium und Präsentationen der Diplomarbeit 1 Tage
Lehrgangsgauer 28 Tage
Lehrgangsgebühr CHF 9'880.--
   
1. Grundmodul  
Diese Module vermitteln Grundlagen und sind Voraussetzung für den Besuch der Kernmodule.  
  • Gerontopsychiatrisches Assessment
5 Tage
   
2. Kernmodule  
Diese Module vermitteln wichtige Themen zu Kernaufgaben und Kernfunktionen.
Die Reihenfolge und der zeitliche Ablauf ist so festgelegt, dass eine «geschlossene» Gruppe
von Teilnehmenden des Lehrgangs möglich ist.
 
  • Demenz und Differentialdiagnose
5 Tage
  • Depression und Differentialdiagnose
5 Tage
  • Angst, Wahn und Sucht
3 Tage
  • Biografie, Pflegeplanung, Familie
5 Tage
  • DCM Dementia Care Mapping (Basic User)
3 Tage
   
4. Praxisberatung  
Praixsberatung in Gruppen, 2 x 1/2 Tage 1 Tag
   
5. Diplomarbeit  
Kolloquium, Bewertung und Präsentation der Projektarbeit 1 Tag
   
   

Bei entsprechenden Vorbildungen zu gleichen Themen mit gleicher Zielsetzung und mindestens gleicher Dauer kann eine Anerkennung beantragt werden.


PDF-Downloads
Pflegerischer Auftrag in der Arbeit mit Menschen mit Demenz, die herausforderndes Verhalten zeigen
Beitrag zum Pflegeverständnis

Modulausschreibungen

Terminübersichten

Informationsveranstaltungen

Literatur zum Lehrgang

Flyer